Rucksacktouristen versprach beim Ankommen am Flughafen von Delhi die
Anwesenheit von weiteren Reisenden, mit denen man sich, brüderlich
vereint, ein Taxi nehmen könne, um so einer sicheren Bleibe fürs Erste
näherzukommen. Hier ist nur gerade niemand, der sich um diese
mitternächtliche Stunde nach einer gemeinsamen »Verschwisterung« sehnt.
So nehme ich all meinen Mut zusammen und spreche zwei Reisegruppen
zwecks gemeinsamer Fahrt zu einem Schlafplatz an. Leider bleibt mir der
Erfolg versagt, denn beide Gemeinschaften sind vorbildlich organisiert
und werden termingetreu zu ihren bereits reservierten Unterkünften
abgeholt. Ich werde den deprimierenden Eindruck nicht los, dass die eine
Reiseleiterin in ihrem »Nein, danke« ein »Gott, wie ungeplant«
durchscheinen ließ.
Um 2 Uhr nachts, mitten im Dezember, befinde ich mich also in Delhi auf
dem nun fast menschenleeren Flughafen. Nur die uniformierten Wachleute,
deren Gewehre mindestens zweimal so groß wie ihre Träger sind, leisten
mir noch Gesellschaft.
Mir geistert die Warnung der bereits erwähnten Reiselektüre durch den
Kopf, mich beim Verlassen dieses Gebäudes niemals in ein nicht
autorisiertes Flughafentaxi zu setzen. Massivster Geldverlust und ein
Ankommen im indischen Niemandsland wären die unausweichlichen Folgen.
Die letzte brandneue Information, die mich ebenfalls noch kurz vor
meiner Abreise erreicht hatte, war die über einen nun leider nicht mehr
unter uns verweilenden Australier, der einfach keine Lust hatte, seinen
Geldbeutel auf diese Art und Weise erleichtert zu wissen. »Herrje!«
Dann habe ich noch eine kleine Zusatzanmerkung, die mir leichte
Magenschmerzen bereitet und latent stets gegenwärtig ist. Dafür muss ich
ein bisschen ausholen.
Eine Spökenkiekerin kreuzte einst meinen Weg und hat mich anfangs
magisch in ihren Bann ziehen können, weil es bemerkenswerte Dinge gab,
welche sie meinen Augen, Händen und den Tarotkarten entlockte. Ich hielt
den Kontakt zu dieser Frau lose aufrecht.
Doch als ich ihr kurz vor meinem Abflug von meiner geplanten
Indienreise erzählte, warnte sie mich eindringlich vor einer mir
drohenden Todesgefahr. Ihrer Meinung nach sollte ich eine gut überlegte
Entscheidung treffen. Ich wollte ihre Worte nicht gehört haben, doch
flugs setzten sich diese ganz tief in diversen Hirnerinnerungswindungen
fest und blieben dort vorerst verankert.
Ich setze mich auf eine Bank im Wartesaal und suche nach Hilfe in meinem
kleinen magischen Antwortenbuch. Nach mehrmaligem Durchblättern stoppt
mein Daumen genau bei diesem Ratschlag: »Mache eine kurze Pause, aber
warte nicht.« Gemäß den Umständen, die mich derzeit umgeben, verwerfe
ich allerdings den Fingerzeig und entscheide mich dafür, noch ein wenig
länger auf eventuell vorbeikommende Rucksacktouristen zu warten.
So verharre ich weiterhin auf der unbequemen Bank in der Wartehalle.
Mein Reisegepäck sicher zwischen meinen Füßen eingeklemmt, fühle ich
mich im Schein des kalten Neonlichts gerade sehr kläglich und komme mir
einsam und verlassen vor. Eine kleine Träne der Verzweiflung rollt mir
die Wange herunter und signalisiert den beginnenden Spannungsabbau.
Als Facharbeiterin für Körperertüchtigung und freiwillig Sinnsuchende
bin ich natürlich in verschiedene Relaxationsmethoden eingeweiht,
dennoch ist die für mich immer noch hilfreichste Strategie in just
solchen Momenten die des Tagebuchschreibens. Folglich greife ich flugs
zu Stift und Papier und fange an, mir die Spannung aus dem Leib zu
schreiben. Ich klammere mich förmlich an meinen kleinen Notizblock und
schreibe, was das Zeug hält. Die ersten tiefen Atemzüge stellen sich
ein.
Tja, warum bin ich eigentlich nach Indien gereist? Relativ früh habe ich
ein ausgeprägtes Faible für das Thema Gesundheit entwickelt. Meine Oma
hat mich einmal als Zwölfjährige, in ein Kräuterbuch vertieft,
vorgefunden und daraufhin mein Leseverhalten als nicht altersgerecht
beurteilt.
Als ich offiziell alt genug war, alles Mögliche in meinem Leben zu
tätigen, bin ich in den heimischen Gefilden meinem besonderen Interesse
an der Gesundung des Menschen auf körperlicher und geistiger Ebene
nachgegangen und habe einige Jahre später eine mittlere Anzahl golden
umrahmter Zertifikate mein Eigen genannt.
Nun möchte ich im Mutterland des Yoga und Ayurveda herausfinden, wie
hier weitere Methoden der heilsamen Entspannung und vielleicht auch ein
bisschen die der Verjüngung zelebriert werden.
Bezüglich eindeutiger Ja oder Nein Antworten könnte diese Reise eine
mittelschwere Herausforderung für mich darstellen. Wenn ich den gängigen
Meinungen Glauben schenken darf, sollte man sich als Alleinreisende der
eigenen Sache und seiner Selbst sehr sicher und bewusst sein. Weil es
an Letztgenanntem noch etwas hapert, setze ich mich freiwillig dieser
erzieherischen Maßnahme aus und hoffe, so meinem Seelenheil ein Stück
näherzukommen.
Und weil ich auch nur ein Mensch bin, möchte ich unbedingt Urlaub
machen und mich um nichts in der Welt kümmern müssen. Am allerliebsten
wäre mir eine einsame Hütte direkt am Meer. Letztendlich haben die
äußerst niedrigen Lebenshaltungskosten meine Entscheidung, nach Indien
zu reisen, sicherlich auch begünstigt, denn mein Reiseetat für die
folgenden sechs Monate ist knapp bemessen.
Ich blicke auf die Uhr im Wartesaal und errechne, eine ganze Stunde
schreibend ausgeharrt zu haben. Die Morgendämmerung will sich aber noch
nicht einstellen. Da ich jetzt unbedingt aufbrechen möchte, beende ich
mein unfreiwilliges Nachtlager und versuche, mich zu erinnern, wie der
Ortsteil heißt, in dem Rucksackreisende erst einmal sicher und preiswert
unterkommen können. Ich erhebe mich, schnalle mir meinen großen
Rucksack auf den Rücken, klemme mir den kleinen unter den Arm und
marschiere gen Ausgang.
Alle Taxifahrer, vor denen man mich so eindringlich gewarnt hatte,
stehen wedelnd und schreiend da. Schnurstracks laufe ich der scheinbaren
Ausgangstür entgegen und werde dort sehr bestimmt von den Uniformierten
zurückgehalten.
Sie weisen mich an, die gegenüberliegende Seite zu passieren. Bewusst
ignoriere ich die werbende Meute der Taxifahrer und entdecke direkt vor
dem Flughafengebäude einen Bus.
Erleichtert stürme ich mit meinen Rucksäcken in seine Richtung. Ich
erklimme die Eingangsstufen und frage den Fahrer hoffnungsvoll, ob er
nach Paharganj fährt, dem besagten Stadtteil, in dem man als günstig
Reisender vorerst unterkommen kann.
Seine Antwort begeistert mich nicht ? er würde mein Ziel nicht direkt anfahren und könne mich daher nur in der Nähe absetzen.
Auf jeden Fall möchte ich erst einmal vom Flughafen weg und entschließe
mich mitzufahren. Ich richte mich aus der Fragestellerhaltung auf und
wende mich zum Fahrgastraum.
Der nächste Schreck durchfährt mich, als ich in die funkelnden Augen
blicke, die mich aus dunklen Gesichtern durchweg männlicher Passagiere
anschauen. Eingewickelt in dicke Tücher, nehmen sie mich intensiv in
Augenschein. »Ja, ich bin eine allein reisende Touristin!«
Ein kurzer Blick in die Menge verrät mir deutlich typisch indische
Gesichtszüge. Aber unter den Gesichtern der Einheimischen entdecke ich
unerwartet auch eines, das europäische Strukturen aufweist. Entgegen
meiner sonstigen natürlichen Scheu steuere ich direkt auf Herrn Europa
zu und spreche ihn an.
Auf meine Frage, ob er mir zwecks Wegfindung helfen könnte, antwortet
Herr Europa im Flüsterton, auf dem Weg in den sonnigen Süden zu sein.
Per Zug möchte er nach Gokarna und er sei daher gerade auf dem Weg zu
einem bestimmten Bahnhof. Er bietet mir an, sich ihm anzuschließen und
lässt beruhigenderweise verlauten, nicht das erste Mal in Indien zu
sein.
Worum ich definitiv weiß, ist die jetzt im Winter sinnvolle Reise in
den Süden aufgrund der wärmenden Sonnenstrahlen. Allerdings entflieht
man wiederum den südlichen Hemisphären in den unerträglich heißen
Sommermonaten und sucht dann die schattenspendenden Berge des
Himalayagebirges im Norden des Landes auf. ? Ich habe keine weiteren
Fragen mehr und nehme sein Angebot dankend an.
Der Busfahrer startet den Motor. Ich nehme auf einem der polsterlosen
Metallsitze dieses staatlich gekennzeichneten Vehikels Platz und
reflektiere die letzten Minuten.
Mein Englisch klang in meiner Aufregung ein wenig ungeschickt, aber
glücklicherweise bin ich ja verstanden worden. Erleichtert über den
Umstand, vorerst einen Weggefährten gefunden zu haben, spüre ich meine
Atemzüge wieder in die Tiefe gehend.
Ich schiele noch einmal zu meinem neuen Nachbarn hinüber und realisiere
seine Schmächtigkeit: Ob er ein extremes Yoga praktiziert? Er gibt sich
sehr wortkarg. Das ist mir recht so, denn ich möchte versuchen, alle
bisherigen Eindrücke zu sammeln und zu sortieren.
Vielleicht ist es mir doch nicht so recht, mutmaße ich unsicher. Mir
kommt in den Sinn, mein neuer Kontakt könnte sich unter Umständen von
mir bedrängt fühlen. Meine Freude am Bittstellen hat sich schon immer in
Grenzen gehalten. Zuhause in Deutschland kenne ich mich gut aus und
unterlasse es in der Regel, Fremde zu fragen. Obwohl, beruhige ich mich,
jetzt bin ich ja in Indien!
Schneller als erwartet, hält der Bus am Zielbahnhof. Ich schnappe mir
meine Rucksäcke, zahle im Vorbeigehen meine Fahrkartenschulden und stehe
nun direkt vor der Eingangshalle des Bahnhofs. Mir entgeht nicht, mit
wie wenig Gepäck mein Begleiter den Bus verlässt. Nur einen
klitzekleinen Rucksack trägt er mit sich. Bisher hielt ich einen
Großteil meines Rucksackinhalts eigentlich für berechtigt.
Noch immer ist es ziemlich dunkel. Umso mehr erschreckt es mich, als
ich auf dem Weg zum Fahrkartenschalter über zugedeckte Menschenleiber
stolpere, die um den gesamten Eingangsbereich des Bahnhofs herumliegen.
Ich folge Herrn Europa und bin über die Vielzahl der neugierigen Blicke
beunruhigt, die mich in der grell erleuchteten Halle eingehend taxieren.
Dabei muss ich schrecklich übermüdet aussehen, gebe ich bezüglich
dieser ungewohnten Aufmerksamkeit zu bedenken.
Wir treten zum Schalter hinüber und ein exakt gescheitelter
Fahrkartenverkäufer begrüßt uns. Weil ein längerer Aufenthalt in Delhi
meinerseits eigentlich nicht geplant ist, traue ich meinen Ohren nicht,
als ich von den fünf Tagen Wartezeit für alle Zugfahrten gen Süden höre.
Mir fällt die folgende Aussage meines Reiseführers ein: Entweder man
liebt Indien oder man hasst es. Jene Gefühlslage sei stark davon
abhängig, inwieweit man sich auf den indischen Rhythmus einlassen könne.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch an einen weiteren
Hinweis, den ich in seinem Ausmaß noch nicht so recht einschätzen kann,
nämlich dass angeblich stets positiv geantwortet würde, wenn man einem
Einheimischen eine Frage stellt.
Der Mann am Schalter erwähnt uns gegenüber die Möglichkeit einer
Busreise. Um diese zu buchen, müssten wir ein Reisebüro genau in
Paharganj aufsuchen. In Windeseile drückt der akkurat Gescheitelte Herrn
Europa eine entsprechende Visitenkarte in die Hand und rät ihm
freundlich, aber bestimmt, diese angeblich letzte Chance zu nutzen.
Trotz der frühen Morgenstunde entschließen wir uns, jetzt schon in das
Zentrum zu fahren. So ganz zwischendurch bemerke ich endlich die
ersehnte Morgendämmerung.
Einige Zeit später kommen wir in Paharganj an und bewegen uns in
Richtung »Main Bazaar«, der Hauptgeschäftsstraße im Viertel. Zu beiden
Seiten ist sie mit unzähligen Geschäften bestückt und zugleich mit
allerhand Abfall bepackt.
Obwohl der Tag gerade erst begonnen hat, wird es auf dem Basar schnell
eng und ich dränge mich mit meinem Gepäck an laut hupenden
Fortbewegungsmitteln aller Art vorbei. Wir entscheiden uns, eine Pause
einzulegen, und setzen uns in eine einfache Imbissstube.
Zum ersten Mal trinke ich einen echten Massala Chai, einen indischen
Gewürztee, der angenehm nach Zimt und Kardamom riecht und schmeckt.
Zeitgleich beobachte ich das erwachende Treiben auf dem Basar, welches
zunehmend geschäftiger wird.
Ich sehe Inder in Plusterhosen und langen Hemden und entdecke Turban
tragende Männer, die ihre Geschäfte eröffnen. Bauchladenhändler ziehen
vorüber und bieten lautstark ihre Waren an. Am Straßenrand sitzt eine
verwahrloste Gestalt, die apathisch und mit leeren Augen in die Menge
guckt. Unter den Einheimischen bemerke ich die ersten Touristen, die
gerade genervt einer Bettlerin ihren Wunsch abschlagen.
Und in all diesem Trubel entdecke ich die bekanntesten Tiere Indiens,
deren Status der Unantastbarkeit es jedem gläubigen Hindu verbietet, ihr
Fleisch zu essen. Denn die Anhänger der drittgrößten Religion der Welt
sind nicht nur Vegetarier und glauben an die Wiedergeburt, sondern sie
betrachten die Kühe auch als heilige Wesen.
Trotz ihrer Heiligkeit wirken die Kühe unglaublich abgemagert. Beim
genaueren Hinsehen entdecke ich, dass die Kühe Plastiktüten fressen.
Warum nagt die heilige Kuh denn am Plastiksack, frage ich mich
verwundert.
Mein Magen knurrt lautstark. Aufgrund der eindeutigen Geräuschkulisse
meiner Gedärme erkundigt sich mein Gegenüber, ob ich etwas essen möchte.
Auf mein Nicken hin bestellt Herr Europa zwei Gerichte namens Thali,
die binnen weniger Minuten serviert werden.
Interessiert schaue ich auf meinen blechernen Teller. Ich erkenne ein
zerkochtes Häufchen Reis, eine kleine Portion Gemüse, welche in einer
Wasserlache schwimmt, einen etwa teelöffelgroßen Klacks Paste und eine
Handvoll Salat.
Um zu sehen, inwieweit es meinem Nachbarn mundet, erhebe ich den Blick
und registriere zu meiner Verwunderung seinen kompletten Verzicht auf
die Besteckbenutzung. Nach indischer Manier isst er gekonnt mit der Hand
und lässt es sich augenscheinlich gut schmecken.
Noch kann ich es mir nicht vorstellen, auf den gewohnten Umgang mit
Messer und Gabel zu verzichten und nehme sie daher in Gebrauch, um auch
mir endlich das Mahl schmecken zu lassen. Der Klacks entpuppt sich als
feurig-scharf, der Reis wartet dagegen mit einem eher faden Geschmack
auf. Generell wurde wohl etwas am Fett gespart, dennoch lasse ich mich
gern durch Authentizität beeindrucken. Mein erstes Fazit lautet daher:
Der Preis ist lächerlich, der Geschmack gewöhnungsbedürftig.
Nach Beendigung dieser ungewöhnlichen Frühstücksmahlzeit gebe ich Herrn
Europa zu verstehen, meinen spürbaren Zahnbelag entfernen zu wollen.
Ehe ich mich versehe, steckt mir dieser ein dünnes Ästchen in den Mund
und fordert mich auf, darauf herumzukauen. Er tätigt selbiges und nach
einigen Momenten des intensiven Draufbeißens habe ich das Gefühl
reinlich polierter Zahnflächen. Fantastisch, ich bin beeindruckt!
Das nonverbale Kommando zum gemeinsamen Aufbruch in Richtung Reisebüro
lässt mich gekonnt meine Rucksäcke aufwerfen. Gespannt folge ich Herrn
Wortkarg durch das immer enger werdende Gedränge. Doch meine Stimmung
wandelt sich ziemlich schnell. Gestresst reagiere ich auf die mich
umgebenden Menschenmengen, auf die intensiven Begutachtungen und die
ersten mich bedrängenden Kaufangebote.
Weil Herr Europa gerade wider Erwarten stehen bleibt, halte ich
natürlich folgsam an. Allerdings ungern in diesem Gedränge, mein
Ratgeberbüchlein hat auch hier vorzügliche Informationsdienste geleistet
und mich ermahnt, unter solchen Umständen sorgsam auf mein Gepäck
aufzupassen.
Urplötzlich, als hätte mich mein siebter Reisesinn gewarnt, drehe ich
mich um und gucke in das düstere Gesicht eines Mannes. Mir schwant
Böses. Ich kontrolliere sofort meinen Rucksack und entdecke, dass meine
gesamte Fronttasche offen ist. In meiner angespannten Grundstimmung kann
ich mich nicht mehr zurückhalten und beschimpfe den Langfinger heftig.
Da ich meine Zornesworte in deutscher Sprache auf ihn einprasseln
lasse, versteht er diese bestimmt nicht, aber die Intention meiner
Phonation ist mehr als eindeutig. Und so bewirkt diese bei meinem
ungebetenen Hintermann ein Fletschen seiner Beißerchen, welche hässlich
rot eingefärbt sind und eigentlich mehr Stumpf als Zahn präsentieren.
Diesen Zustand seines Gebisses hat er garantiert dem in Indien gängigen
Genuss von Betelpriem, einer Art Kautabak, zu verdanken. Der Mix aus
rotfärbender Betelnuss, Betelblatt, Kalk und Tabak wirkt in erster Linie
stimulierend auf den gesamten Organismus, kann bei stärkerer Dosierung
aber auch Rauschzustände beim Konsumenten auslösen.
Alles ist halb so schlimm. Die wichtigsten Dokumente kleben mir
natürlich am Bauch, der Betelkauer ist untergetaucht und
glücklicherweise wurde Herr Reden-ist-Silber-Schweigen-ist-Gold fündig.
Wir drängeln zu unserem nächsten Etappenziel und betreten erwartungsfroh
den Laden.
Dort erfahren wir allerdings, dass infolge der Vorweihnachtszeit auch
sämtliche Buslinien gen Süden ausgebucht sind. Doch anstelle der
staatlichen Busse gäbe es noch die Möglichkeit, private Busunternehmen
zu nutzen, unterbreitet man uns.
Leicht entnervt kaufen wir die angeblich so raren Fahrkarten, die uns
versprechen, bereits in zwei Tagen unter Gokarnas Himmel verweilen zu
können.


Kommentare
Normalerweise schreckt mein
Normalerweise schreckt mich ein langer Text etwas ab, aber nachdem ich die ersten paar Zeilen gelesen hatte, bin ich dann doch bis zum Ende dabei geblieben.
Es macht Laune nach mehr !