Heute waren Tim und Tom sehr hektisch.
Sie hatten sich am Morgen verschlafen, konnten
dann ihre Helme nicht finden, weil sie Omega auf irgendeiner Wolke versteckt
hatte und dann mussten sie auch noch lange bei der Himmelstankstelle sehr lange
auf ihren Treibstoff warten.
Aber nun waren sie endlich mit all den Postsäcken
für die verschiedenen Planeten gestartet und schwenkten in die große
Milchstraße ein.
„Wohin düsen wir denn zuerst?“, fragte Tim und Tom
überlegte
„Vielleicht zum Taurus? Da habe ich das letzte Mal
so ein neues Computerspiel gesehen, das ich gerne hätte. Da kämpfen die Monster
vom Uranus mit den Bären vom Ursus und ich konnte das Spiel nicht fertig
spielen, weil du es so eilig hattest!“
„Das ist gar nicht wahr, du hast sowieso die ganze
Nacht gespielt und wir mussten ja die Post ausführen! Gib Acht! da fliegt ein
riesengroßer Meteorit direkt auf uns zu, du musst ausweichen!“ schrie Tim
Im letzten Moment konnte Tom das Steuer
herumreißen, sonst wären sie direkt mit dem Meteorit zusammen gestoßen und das hätte schlimm ausgehen können.
Durch das Ausweichmanöver sind alle Postsäcke
hinten im Laderaum umgefallen und plötzlich hörten sie leises Weinen.
„Was ist denn das?“, Tom riss die Augen auf und war sehr
erschrocken.
„Ich glaube wir haben einen blinden Passagier!“
sagte Tim und ging nach rückwärts. Einer der Postsäcke war aufgerissen und ein
kleiner Bub war herausgekollert.
„Ja, wer bist du denn und was machst du denn da?“
fragte Tim. Es war sicher Tim, denn Tom musste vorne am Steuerrad sein, sollte
wieder ein Meteorit vorbei fliegen, musste er aufpassen.
„Ich bin
Christian, ich will mit euch mitfliegen, ich will zu einem anderen
Planeten.“
„Ohje, das ist ja verboten. ZU welchem Planeten willst
du denn?“ Tim hob den rechten Zeigefinger.
„Das ist mir egal, aber dorthin wo Peter ist, mein
Freund, von dem ich immer träume und mit dem ich immer Schach spiele!“
Tim nahm Christian bei einem Ohr und zerrte ihn
nach vorne zu Tom.
„Tom, schau, wir haben einen blinden Passagier,
den dringend wohin will, aber leider
nicht weiß, wohin!“
Tim und Tom lachten beide. Das war natürlich
schlimm, wenn man in ein Flugzeug steigt und nicht weiß, wohin man will.
„Also, das ist so. Pater und ich spielen immer Schach
am Computer und er hat mir erzählt, dass auf seinem Planten alle Menschen
Schach spielen und sie auch immer Wettkämpfe da austragen. Früher habe ich
immer mit meinem Papa Schach gespielt, aber er hat so viel zu tun und nur sehr
selten Zeit. Und da wollte ich einmal bei so einem Wettkampf mitmachen. Und
weil ihr heute bei uns die Postsäcke abgeholt habt, habe ich mich in einen
hinein geschmuggelt!“
„Naja aber dein Papa und deine Mama werden
sich Sorgen machen, wenn du plötzlich
verschwunden bist! Wir müssen sie verständigen!“
„Nein, bitte nicht, bis zum Abendessen sind wir
doch wieder zurück?“ Christian hatte gleich Tränen in den Augen.
„Nie und nimmer! Wir fliegen ja weit in das
Weltall hinaus, die ganze Milchstraße entlang; biegen dann beim Merkur ab und
werden auf Taurus zwei Tage bleiben!“ Tim und Tom schüttelten den Kopf und
waren ganz ratlos.
Tom schaute den kleinen Christian fragend an:
„Von welchem Planeten bist du denn?“
„Ich bin von der Erde, Erdteil Europa und Land
Österreich!“
„Oh, na das ist ja ganz einfach, da wohnt ja auch
Tante Monika und Lisa und Klaus! Wir werden die Tante Monika, Lisa und Klaus
bitten, dass sie deine Mama anrufen und es ihr sagen!“
Tim, oder war es Tom, machten eine schnelle
Handbewegung zur Wand des Raumschiffes hin und riefen nach Tante Monika und
schon tat sich das Weltentor auf und sie sahen wieder einmal in die Küche von
Tante Monikas kleinem Haus. Alle drei, Tante Monika und die zwei Kinder saßen
beim Frühstück.
„Schau, Tante Monika, das Weltentor ist offen und
da sind Tim und Tom!“
Beide Kinder liefen sofort hindurch und Tante
Monika konnte gerade noch folgen, bevor sich das Tor schloss.
„Na Bravo“, sagten Tim und Tom, „jetzt sind alle
hier im Raumschiff und es kann wieder keiner mit der Mama vom Christian
telefonieren!“
Sie erzählten Tante Monika die Geschichte vom
kleinen Christian und sie überlegten nun, was sie machen sollten.
„Sagt einmal, Tim und Tom, gibt es da nicht immer
so Sternschnuppen, die durch das Weltall flitzen? Ich sehe sie immer in der
Nacht von meinem Fenster aus am dunklen Himmel. Wenn wir nun einen Zettel für
die Mama vom Christian schreiben und ihn dann auf dein Schweif von so einer
Sternschnuppe anbinden, kann sie ja den Zettel dann über dem Haus seiner Mama
abwerfen?“
„Auja, Tante Monika, du hast immer die besten
Ideen!“ riefen Tim und Tom gleichzeitig.
Sie schrieben diese Nachricht auf einen Zettel und
Tom suchte nun am Himmel nach der nächsten Sternschnuppe.
„Da, da kommt eine, die müssen wir aufhalten!“
rief Lisa, die ganz vorne am Sichtfenster vom Raumschiff stand.
Tim blinkte mit den Scheinwerfern und die
Sternschnuppe landete langsam auf ihrem Raumschiff.
„Was ist denn los?“, fragte sie mit einer hellen
Stimme, die wir eine Glocke klang.
Tim erklärte ihr, wo Christians Mama wohnte, gab
ihr den Zettel und die Sternschnuppe versprach, alles so zu machen, wie er es
ihr aufgetragen hatte, dann zischte sie wieder ab.
Lisa und Klaus waren sehr verwundert, dass man
eine Sternschnuppe so einfach aufhalten konnte und sie auch sprechen konnte.
Wie sie dann Peter, den Freund von Christian
fanden, lesen wir das nächste Mal!.