Österreich

Am Wochenende fahr ich nach Salzburg und am Montag weiter nach Velden. Das Kaff liegt nicht an der Copacabana, ich will euch allgemein nicht verunsichern, sondern am Wörthersee. Der liegt, wie wir alle wissen, in Österreich, und das ist für uns Ausland, denn die Zeit der Reichsgaue, die unter der Leitung von Reichsstatthaltern der NSDAP standen, ist seit dem Untergang des Dritten Reiches vorbei. Nach 45 ist dem Deutschen auch aber auch ohne militärische Invasion gelungen, einen Fleck auf der Landkarte zu besetzen, wo mittlerweile alles deutsch geworden ist und wo man nicht lange nach Weißbier, Sauerkraut und Döner suchen muss, weil es dies alles an jeder Ecke gibt. Diesen Fleck findet man im Mittelmeer, gemeint ist die Insel Mallorca. Der Führer hätte besser mal in die Touristikbranche investieren sollen, anstatt in die Rüstungsindustrie, um seinen Traum vom Großdeutschen Reich zu verwirklichen.

Österreich, dieses wunder-wunderschöne Land ist bekannt für Salzburger Nockerln, Kaiserschmarrn, Frankfurter alias Wiener Würstel, Wiener Schnitzel und Wiener Döner. Früher mussten diese Gerichte in Alpendollar, dem Schilling, bezahlt werden, doch leider nahm der Euro dem Österreicher dieses letzte Stück Nationalstolz weg. Und aus diesem Land kam auch dieser größenwahnsinnige Terminator, dieser Zerstörer, her, der die Welt erobern wollte. Das lag meines Erachtens an seinem gigantischen Minderwertigkeitskomplex, das sagt der Psychiater in mir.

Mit Terminator meine ich nicht Arnold Schwarzenegger, sondern Hitler. Schwarzenegger hat lediglich die Kinoleinwände erobert und nun jobbt er in Kalifornien als Gouverneur und ruft den Notstand aus, weil es dort laufend anfängt zu brennen. Womöglich hat er die Brände selber gelegt, damit ihm sein Image als Bösewicht nicht verloren geht.

Dass der Österreicher dazu neigt, Dinge in Brand zu stecken, hatte schon Niki Lauda 1976 eindrucksvoll in der Eifel bewiesen. Zum Glück ist er mit einem blauen Auge und einem verbrannten Öhrchen davon gekommen. Es hätte schlimmer enden können, dann läge der gute Niki nun bereits in einem von Enzo Ferrari gesponserten Holzpyjama, so nennt der Österreicher liebevoll den Totensarg. Tja, der Österreicher hat halt den Humor. Für den Deutschen mit Sinn für guten Witz ist nach der Geburt von Oliver Pocher und dem Tod von Heinz Erhardt das herzhafte Lachen doch schon lange vergangen.

Es gibt weiterhin Bekloppte, bei denen Hitler noch Kredit hat, aber ein Österreicher hat bei uns Deutschen absolut ausgeschissen. Ich rede vom einst brandgefährlichen Fußballspieler Hans Krankl, der 1978 die deutsche Elf im argentinischen Cordoba mit zwei Treffern aus dem WM-Turnier geschossen hat. Ironischerweise gab damals der Österreicher Udo Jürgens ein Ständchen mit unserer Elf. „Buenos Dias Argentina“ nannte sich das Lied. Vier Jahre später sangen es britische Soldaten.
Auf den Falklandinseln, wohl gemerkt.

Udo Jürgens, famoser Sänger und Komponist, erlangte Berühmtheit mit Liedern wie „Aber bitte mit Sahne“, „Ein ehrenwertes Haus“ und natürlich „Griechischer Wein.“ In der türkischen Version heißt es dann „Griechisches Schwein“, in der PKK-Version
„Türkisches Schwein“ und in der EU-Version „Griechenland nein!“

Die berühmtesten Österreicherinnen waren Josefine Mutzenbacher und Sissi, gibt´s alles auf DVD. Männer schauen bevorzugt die Josefine, Frauen mehr die Sissi. Anton aus Tirol ist ebenfalls über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Sein Körper ist ein Wunder der Natur, während Arnolds Body ein Wunder von Anabolika gewesen war.

Die Hauptstadt Wien wurde erfolglos von den Türken belagert, nur der Döner konnte später alle europäischen Hauptstädte erobern.

Der Österreicher hat die Berge. Da oben findet man Hütten, wo man trinken und futtern kann. Die Preise aber haben es in sich. Das liegt daran, dass man die Sachen alle hochtragen muss, begründet ein Hüttenwirt dies. Allerdings parkt neben der Hütte immer ein Gelände­wagen.

So, das war´s dann für Erste, wir sehen uns dann in Österreich, in irgendeiner Dönerbude.


Benutzeranmeldung

Umfrage

Erotisches und Spannung ab 18?:

Newsletter

Lasse dich über neue Geschichten informieren

Inhalt abgleichen

Suchen